1. Das Problem nach intensiven Sport-Einheiten keinen Hunger zu haben, kenne ich. Das geht mir genau so. Da kostet es schon einiges an Überwindung, wirklich reichlich zu essen. Genau das zu versuchen, wäre grundsätzlich mein erster Tipp, denn eine schnelle Versorgung mit reichlich Nährstoffen ist für die Regeneration und somit die Steigerung deiner sportlichen Leistungsfähigkeit essentiell.
Auch ist die Aussage, dass Proteine, bzw. Aminosäuren nur in den Muskeln gespeichert werden, nicht korrekt. Der Aminosäurepool der Leber stellt die Versorgung für etwa 24 Stunden sicher. Dabei sollte man auch bedenken, dass es beim Kurzzeitfasten nicht um einen dauerhaften, sondern um einen temporären Nährstoffmangel geht, der immer wieder in den Essensphasen ausgeglichen wird. Selbst wenn der Körper zwischenzeitlich auf Muskelproteine zurückgreifen würde, werden diese nach einer eiweißreichen Mahlzeit wieder ersetzt. Dieser Wechsel aus abbauenden und aufbauenden Prozessen läuft übrigens auch beim Krafttraining ab, welches ebenfalls zunächst einmal Muskelproteine verbraucht, die anschließend (in dem Fall sogar über den Ursprungszustand hinaus) wieder aufgebaut werden.

Ich fange mal mit der Frage zum Untergewicht an, weil die anderen Antworten da kausal dranhängen: Bei bestehendem Untergewicht rate ich prinzipiell vom Kurzzeitfasten ab. Ganz einfach aus dem Grund, weil diese Ernährung nunmal dazu führt, dass bei gleicher Energieaufnahme das Gewicht in aller Regel sinkt oder weniger steigt, als es das bei uneingeschränkter Ernährung der Fall wäre. Je nach Ausmaß des Untergewichts kann ein weiterer Gewichtsverlust aber sehr gesundheitsgefährdend werden. Da überwiegt der potentielle Schaden also ganz klar den Nutzen.
Jetzt meine Frage: Ich trinke in der Früh gerne schwarzen Kaffee. Grünen Tee hab ich probiert, aber der Kaffee schmeckt mir einfach besser. Jetzt habe ich gelesen, dass Kaffee die Nebennieren stimuliert, diese dann Cortisol freisetzen, was wiederum zur Insulinproduktion führt, bzw erstmal den Blutzuckerspiegel steigen lässt. Hat da der Grüne Tee nicht auch die gleiche Wirkung? Was rätst Du mir? Ich trinke eh nur einen Kaffee am Morgen, das reicht mir schon aus.

Ich hatte vor einem Jahr etwas zugenommen, ca 4 kg, und diese sind nun auch schon fast wieder runter durch „gesunde Ernährung“ und etwas Sport (1x die Woche). Da ich aber doch, leider irgendwie Schokoladensüchtig bin, wollte ich das Kurzzeitfasten ausprobieren um nach Herzenslust zu schlemmen und mal öfter ein Auge zuzudrücken (das kam mir besonders zur Weihnachtszeit sehr, sehr gelegen!)
Die Methode des Kurzzeitfastens ist grenz genial, man kann alles so leicht steuern ob man zu oder abnimmt. Es ist die Auswahl der Lebensmittel natürlich auch wichtig um gesund und fitt zu sein vor allem aber zu bleiben. Ich für meine Person komme mit der 18/6 Variante am besten klar und ist für meinen Körper am effizientesten. Dies gilt nur für meinen Body, denn jeder reagiert anders weil wir zum Glück alle verschieden sind. Mein KFA sank seit Februar von fast 30 auf sagenhafte 17%. Das Wunderbare an der ganzen Sache ist natürlich, dass man sehr viel mit sich und seinem Körper experimitieren kann um für sich das best mögliche Ergebnis zu erzielen.
Wenn du deine Erfolge später mit Krafttraining festigen möchtest, können es direkt im Anschluss an das Workout ruhig auch die doppelten Mengen sein. Beim Protein kannst du das aber auch gut auf 2 Shakes (z.B. einen direkt nach dem Sport, den zweiten nach zwei bis drei Stunden) splitten. Denn wenn du zum Beispiel 80kg wiegst, ist das ziemlich viel Proteinpulver (um die 100g), die es für den Zielwert braucht. Allerdings kannst du außerhalb deines Fastenwanderns natürlich auch auf andere Proteinquellen zurückgreifen. Insgesamt solltest du dich irgendwo zwischen 1 und 2g pro kg Körpergewicht befinden. Als Ersatz für Traubenzucker gehen übrigens auch Gummibärchen ziemlich gut, da diese ganz überwiegend aus Glukose/Dextrose und nur im kleineren Umfang aus Haushaltszucker (Saccharose = Glukose + Fruktose) bestehen.
Eine anfängliche Wasserelimination kommt bei dem Fasten sowie bei den meisten Diäten vor. Einerseits ist diese auf den Verlust des am Glycogen und Eiweiss gebundenen Wassers zurückzuführen, andererseits auf die spezifische entsalzende, entwässernde Wirkung des Fastens. Im Fall von Bluthochdruck (Müller et al. 2001, Peper 1999) und Wassereinlagerungen hat diese Entwässerung einen therapeutischen Effekt.
ich freu mich, dass ich heute Dein Buch entdeckt habe und natürlich hab ich es sofort bestellt. Vor längerer Zeit hab ich es als E-book auf dem Computer gelesen und auch wochenlang umgesetzt. Kurzzeitfasten ist einleuchtend mit ganz vielen Vorteilen und jeder Diät vorzuziehen. Auch Rüdiger Dahlke hat dieses Art des Fastens in seinem Buch „Peacefood“ erwähnt.
Ein Fasten normalisiert in den meisten Fällen die Blutwerte und reduziert die Fettdepots. Ebenso findet man bei Arteriosklerose Ablagerungen in den Gefäßwänden, die sich unter extrem fettarmer Ernährung zurückbilden können (Ornish et al. 1990). Gleiches ist beim Fasten zu vermuten. Letztlich sind pathologische Eiweiss-Ablagerungen bekannt (AGEs, Advanced Glycation Endproducts), z. B. bei Diabetikern. Die katabole Stoffwechsellage im Fasten macht es plausibel, dass diese "Eiweiss-Schlacken" abgebaut werden (Kjeldsen-Kragh et al. 1996, Bierhaus et al. 1998).

Da du solche Läufe ohnehin nur einmal pro Woche machst, würde ich die Essensphase an diesen Tagen einfach ausdehnen. Mach die folgenden 24 Stunden einfach zu deinem ‚all you can eat Tag‘. Im Idealfall solltest du an den Sporttagen – wie du es ja bereits machst – ohnehin mehr und an den freien Tagen weniger essen. Das lässt sich durch flexible Fastenzeiten wunderbar unterstützen.
Das Körpergewicht müsstet ihr recht genau im Auge behalten und im Zweifel einfach abbrechen, wenn es doch zu sehr nach unten geht. Dabei könnt ihr Gewichtsverluste in den ersten zwei bis drei Tagen aber ignorieren. Diese können allein durch den Wasserverlust, der mit der Reduzierung der Glykogenspeicher einhergeht, verursacht sein. Eine ‚echte‘ Abnahme von Fett oder Muskelmasse dauert länger und verläuft langsamer. Wenn das Gewicht nach zwei bis drei Tagen aber weiter sinkt und deine Schwester nicht noch mehr essen kann, dann wäre Plan B, es einfach ohne Fastenzyklen mit der Reduktion von Zucker (auch Obst!) und Getreide versuchen. Auch in dem Fall gilt, die Kalorienzahl möglichst hoch zu halten.
Neue Erkenntnisse zeigen nun, dass das zeitweilige Fasten bei Tieren auch andere lebenswichtige Verbesserungen brachten wie etwa in der Blutzuckerkontrolle und der Zellalterung. Vor diesem Hintergrund haben einige Forscher daran gearbeitet, herauszufinden, ob diese Vorteile auch für Menschen gelten könnten. Gleichzeitig wollen sie aber etwas noch Wichtigeres wissen: Ob diese Vergünstigungen nur eine Folge der Gewichtsabnahme sind, oder ob sie etwas mit dem Intervallfasten selbst zu tun haben.
Wie du sagst, sind wahrscheinlich Millionen Menschen auf der Suche nach DER EINEN Lösung abzunehmen. Aber genau wie du auch schon festgestellt hast, gibt es diese Universal-Strategie, die bei jedem wirkt, bzw. mit der jeder zurecht kommt, leider nicht. So bleibt einem nur, so lange zu suchen und auszuprobieren, bis man die sich persönlich ideale Lösung findet. Für mich war dies in Form des Kurzzeitfastens der Fall, welches sich nach meiner anfänglichen Skepsis ja zu einem echten Überraschungserfolg entwickelt hat. Diese tolle Erfahrung wollte ich durch mein Buch unbedingt weitergeben und das bisherige Feedback zeigt mir, dass dieser Weg des Abnehmens tatsächlich für sehr viele Menschen wirkungsvoll und vor allem auch dauerhaft praktikabel ist.
Für den Start empfehle ich aber immer zunächst auszuprobieren, mit wie wenig Aufwand man die gewünschten Ergebnisse erzielen kann. Denn je weniger man von einem solchen Ernährungskonzept eingeschränkt wird, desto eher wird man es auch langfristig durchhalten können. Genau an diesem Aspekt scheitern ja die meisten Diäten, die zwar schnelle Wirkung, aber eben auch massiven Verzicht mit sich bringen. Wer dann trotzdem noch durch längere Zyklen oder etwas weniger Kalorien ‚tunen‘ möchte, kann das dann natürlich immer noch tun, allerdings in dem guten Wissen, dass er auch jederzeit wieder zur weniger aufwändigen Variante zurückkehren kann.

Allerdings habe ich einen Hang zu Süßigkeiten und dies hat meiner Meinung nach in den letzten Jahren hauptsächlich dazu geführt, dass ich zugenommen habe. Inklusive weniger Bewegung durch den Job. Es ist zwar nicht so tragisch, ich bin 1,54m ‚klein‘ und wiege jetzt 65kg, was zwar vom BMI mit 27 schon leichtes Übergewicht ist, doch mir ist das Abnehmen jetzt erstmal zweitrangig. So richtig dünn war ich noch nie. Es wäre ein sehr schöner Nebeneffekt abzunehmen, mir ist aber erstmal wichtig, dass mein Stoffwechsel wieder in Schwung kommt. Denn das ist etwas, was mich sehr belastet hat. Gerade wenn ich mit meinem Mann mal essen gegangen bin, konnte ich oft nicht richtig schlafen nachts, weil das Essen mir immer noch so schwer im Magen lag, obwohl es manchmal schon Stunden her war. Demnach habe ich immer wieder Einschränkungen beim Essen gemacht und wie bei einer Diät frustet das auf Dauer auch ein wenig. Da kam Dein Buch gerade recht, denn endlich kann ich, ohne immer wieder auf gewisse Dinge zu verzichten, in der Essensphase das essen was ich möchte.


Die Tatsache, dass deine Waage dir das Wochenende so übel genommen hat, dürfte recht einfach zu erklären sein. Dadurch, dass du von einem sehr langen Fastenzyklus aufs Kurzzeitfasten gewechselt bist, hattest du von Anfang an sehr niedrige Glykogenspeicher in der Muskulatur und hast diese mit den 16-stündigen Zyklen wahrscheinlich auch erfolgreich niedrig gehalten. Erst recht, wenn du dazu noch wenig Kohlenhydrate gegessen hättest. Bei der Party hast du wahrscheinlich dann viele Kalorien und auch viele Kohlenhydrate ’nachgetankt‘. Das zieht dann direkt Wasser nach sich, was sich deutlich auf der Waage zeigt. Da du früher nicht mit leeren Glykogenspeichern zum Feiern gegangen bist, blieb dieser Effekt aus. Die Zu- und Abnahme von Körperfett geht wesentlich langsamer und liegt eher im zweistelligen Grammbereich am Tag.

Wie meine bisherigen Erfahrungen im November mit 16/8 waren, kann ich Dir in Bezug auf Gewichtsabnahme gar nicht genau sagen. Ich wiege mich nämlich nicht (möchte mich nicht durch ständig schwankende Gewichtsanzeigen verrückt machen lassen). Sollte ich ab- oder zunehmen, spüre ich das ja eh recht zuverlässig an meiner Hose 🙂 In diesem ersten Monat konnte ich noch keine spürbare Veränderung an meinem Bauchumfang feststellen. Das sehe ich aber gelassen, da Du ja angedeutet hast, dass die körperliche Umstellung auf das neue Essverhalten einige Wochen dauern kann. Ich bin 1,80 m groß und wiege wohl ca. 85 kg. Wenn ich also im Lauf des nächsten Jahres dauerhaft ca. 5 kg leichter werden würde, wäre das schon ausreichend. Meinst Du, das klappt mit meinem jetzigen Plan?
Seit Mitte November habe ich mit dem Kurzzeitfasten begonnen. Im Fitness-Studio empfahlen sie mir zuerst einmal 2 Wochen lang im 3 Stunden-Rhythmus was „Ordentliches“ zu essen. Also gleich morgens nach dem Aufstehen und dann bis abends um 18 Uhr, um meinem hungergewohnten Stoffwechsel (der ja schon diverse Diäten hinter sich hatte) zu sagen, dass er keine Not leiden müsse :-).

Die gute Nachricht ist, dass dieser Effekt eigentlich überschaubar ist und sich auch auf gesundem Weg reproduzieren lässt: nämlich durch Sport. Das muss gar nicht mal viel sein, aber regelmäßig ein wenig Kraft- und Ausdauertraining helfen dir nicht nur dabei, auch dauerhaft rauchfrei zu bleiben, sondern sorgen dafür, dass du auch ohne Zigaretten mehr Energie verbrauchst.
Viele überschätzen den tatsächlichen Verbrennungseffekt von Sport. So kam eine amerikanische Forschergruppe in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass viele der Probandinnen, die zuvor jahrelang keinen Sport getrieben hatten, nach 12 Wochen mit regelmäßigem Laufbandtraining sogar noch dicker waren als zuvor. Zurückzuführen sei dies darauf, dass die Frauen sich abseits des Sportprogramms guten Gewissens weniger bewegt und mehr gegessen haben.
Der Schlafbedarf eines Menschen hängt von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel dem Alter, der Schlafroutine, dem Gesundheitszustand und der inneren Uhr ab. Bei einem Erwachsenen sollte die Schlafphase mindestens sieben Stunden pro Nacht betragen. Schlaf hat zwar keinen Einfluss aufs Abnehmen an sich, entscheidet aber darüber ob ungeliebtes Fett oder wichtige Muskeln verloren gehen.
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